GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 12. Februar 2020


Hanna - biblische Frau mit Gottvertrauen

Pfarrer Hans-Joachim Winkens SAC
Pfarrer der Katholischen Pfarrei
Seliger Johannes Prassek, Rahlstedt
Tel: 677 23 37
e-Mail: hwinkens@web.de

Im 1. Buch Samuel wird das schwere Schicksal der Hanna erzählt. Sie lebt mit ihrem Mann Elkana im Bergland von Ephraim. Sie bleibt kinderlos. Die Bibel sagt, dass sie beide fromm und gottesfürchtig sind. In einer Gesellschaft, in der Nachkommenschaft gleichsam Gerechtigkeit und Segen von Gott bedeutet, ist das eine große Katastrophe. Will Gott sie durch diesen Mangel strafen oder prüfen? Hanna ist zwar eine Frau, die mit Elkana einen Mann hat, der sie innig liebt, mit Geschenken überhäuft und ehrt. Aber dennoch nahm sich Elkana aus gesellschaftlichen Gründen mit Peninna eine Zweitfrau, mit der ihm Kinder geschenkt sind. Polygamie war in einem solchen Fall in Israel erlaubt.

Hanna erleidet das Schicksal kinderloser Frauen und wird von Peninna schikaniert und verspottet. Bei der jährlichen Wallfahrt der Familie zum Heiligtum in Silo fleht Hanna im Gebet jedes Jahr um einen Sohn.

 

Sie wünscht dabei ihrer Rivalin nichts Böses, ist aber selber traurig, einsam, verzweifelt und weint viel. Dennoch ist Hanna voller Vertrauen, dass Gott ihr einen Sohn schenken wird. Sie vertraut auf Gott, obwohl sich ihre Not nicht geändert hat.

Schließlich gibt Hanna das Versprechen, ihren ungeborenen Sohn Gott zur Verfügung zu stellen und wird erhört. Sie nennt ihren Sohn Samuel, weil er von Gott erbeten wurde. Samuel wird im Volk Israel als Prophet eine herausragende Rolle spielen.

Hanna ist eine glaubende Frau. Sie verliert ihr Vertrauen auf Gott nicht trotz schweren Schicksals und kann so für uns Vorbild sein meint

Ihr Pfarrer P. Hans-Joachim Winkens SAC

 

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