GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 30. Januar 2019


Vernetzt sein ist die Devise

Pfarrer Hans-Joachim Winkens SAC
Pfarrer der Katholischen Pfarrei
Seliger Johannes Prassek, Rahlstedt
Tel: 677 23 37
e-Mail: hwinkens@web.de

Der Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt und Vinzenz Pallotti, ein katholischer Heiliger und Gründer meiner Gemeinschaft, haben etwas gemeinsam. Beide waren gut vernetzt. Mit einem ähnlichen Begriff kann man diese Eigenschaft erklären. „Miteinander“ ist ein Wort, das Pallottis Handeln in der Seelsorge charakterisiert. Nie allein, immer im Team, die Begabungen und Kräfte verbindend, soll man arbeiten in Kirche und Welt.

„Alle sind berufen“ und somit Apostel sagt Pallotti. Dies weist auf die Zusammenarbeit aller und mit allen hin. Jeder ist wertvoll, jede und jeder kann mit seinen Fähigkeiten den Menschen dienen und die Wertschätzung und Liebe Gottes erfahren. Nicht weil wir getauft und damit Christ sind, erlaubt von allen zu sprechen. Es ist die Gottebenbildlichkeit, die alle Menschen gleich macht.Durch einen Artikel in der Rheinzeitung zum 250. Geburtsjahr von Alexander von Humboldt (1769-1859), einem Zeitgenossen Pallottis, wurde ich wieder neu auf das Wort „vernetzen“ aufmerksam.

 

Der Weltreisende v. Humboldt wird wegen seiner Vernetzungstechnik gerühmt. Kontakt mit vielen oder allen halten, Informationen weitergeben, aufrufen zur Zusammenarbeit, Kräfte bündeln, sind wohl auch Worte dafür.

Vinzenz Pallotti (1795-1850) war gut vernetzt. Er war ein frommer Priester, der zeitlebens in Rom lebte. Aber Pallotti hatte zwei Doktorate. In Rom arbeitete er an der Universität als Dozent für die ausländischen Priesterstudenten aus den Missionsländern. Dadurch hatte er weltweite Kontakte. Er war in persönlichem Kontakt mit dem Papst, vielen Bischöfen und Kardinälen im Vatikan. Zugleich kannte er in Rom die Armen, betreute Gefangene, besuchte Kranke und die Soldaten. Bei den Reichen und Adligen bettelte er für seine Projekte. Gemeinsam mit vielen Helferinnen und Helfern sorgte er für Arme und Waisenkinder. Was hat das mit uns zu tun? Niemand kann Kirche für sich allein sein. Sondern es geht nur miteinander und vernetzt meint Ihr Pfarrer

P. Hans-Joachim Winkens SAC

 

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