GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 27. März 2019


Heilige Patroninnen und Patrone Europas

Pfarrer Hans-Joachim Winkens SAC
Pfarrer der Katholischen Pfarrei
Seliger Johannes Prassek, Rahlstedt
Tel: 677 23 37
e-Mail: hwinkens@web.de

Wie steht es um Europa? Eine interessante Frage, denn es tun sich die europäischen Partner allenthalben schwerer miteinander. Ist die deutschfranzösische Freundschaft noch mehr als ein Wort? Wie geht es mit dem Brexit aus? Zerbricht Europa? Welche Rolle spielt Europa in der Nato? Welche Aufgabe hat Europa in der Bekämpfung des internationalen Terrorismus? Immerhin gibt es einen regen Austausch der Meinungen auf höchster politischer Ebene, was wiederum Mut macht. Europa muss zusammenstehen. Das ist wichtig auch vor der kommenden Europawahl am 26. Mai 2019.

Was bieten wir Christen als Hilfe an? Wir Christen können wählen gehen und die Idee des vereinten Europas unterstützen. Als internationale Kirchen tun wir uns vielleicht etwas leichter über den eigenen Tellerrand zu schauen. Immerhin haben wir auch sechs heilige Patroninnen und Patrone Europas, die Päpste des letzten Jahrhunderts ernannt haben.

Da ist zuerst Benedikt von Nursia (6. Jhd.), der Mönchsvater des Abendlandes, zu nennen. Mit seiner Ordensgründung prägte er nachhaltig in Kultur und Wissenschaft ganz Europa. Gefolgt wird er von den beiden Brüdern Cyrill und Methodius.

 

Sie haben im 9. Jhd. die slawischen Völker missioniert und ihnen die Muttersprache im Gottesdienst geschenkt.

Auch die Namen der drei heiligen Frauen lassen aufhorchen: Katharina von Siena (14. Jhd.) wandte sich als Kirchenlehrerin energisch gegen die vielen Missstände in der Kirche und bewirkte erfolgreich die Erneuerung des Glaubens. Ebenfalls im 14. Jhd. gab Birgitta von Schweden Zeugnis vom christlichen Glauben. Zunächst wirkte sie als Fürstin und Mutter, dann als Ordensgründerin in ihrer nordischen Heimat und in Rom. Erfolgreich konnte sie Fürsten und Päpste beraten. Aus der Neuzeit zählt Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) zu den Patroninnen Europas. 1891 wurde sie in Breslau als Jüdin geboren, später ist sie zum katholischen Glauben konvertiert. Hoch gebildet als Dozentin an den Universitäten in Heidelberg und Münster wird sie Philosophin und Karmelitin. Sie stirbt als Märtyrerin jüdischer Herkunft im KZ Auschwitz.

Wir können als engagierte Bürger Europas durch die Wahlteilnahme, durch politische Meinungskundgabe und im Blick auf die himmlischen Patroninnen und Patrone Europas entscheidend mithelfen, dass es mit unserem Europa gut weitergeht meint Ihr Pfarrer

P. Hans-Joachim Winkens SAC

 

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