GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 22. Mai 2019


Der barmherzige Samariter

Klaus Marheinecke
Kath. Kirchengemeinde MARIÄ HIMMELFAHRT
E-Mail: KlausMarheinecke@Gmx.de

In der Bibel finden Sie die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Es geht da um einen Mann in Judäa der im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räuber gefallen ist. Man hat ihn ausgeraubt, fast tot geschlagen und dann einfach am Wege liegen lassen. Mehrere Leute, darunter auch Priester, gehen mehr oder weniger achtlos an ihm vorüber. Niemand kommt auf die Idee hier zu helfen? Was geht der uns an? Ist wohl auch selbst schuld. Warum legt der sich auch mit denen an. Zum Schluss kommt ein Mann aus Samaria, also ein Ausländer, auf seinem Esel vorbei geritten und hält sofort an. Er versorgt den Schwerverletzten notdürftig und bringt ihn auf seinem Esel in die nächste  Herberge. Dem Wirt gibt er ein großes Geldstück und bittet ihn, den Kranken zu versorgen. Auf seinem Rückweg will er sich selber um ihn kümmern und Alles bezahlen. Diese Geschichte fiel mir ein, als ich in den letzten Tagen öfter zu Ärzten und auch in ein Hamburger Krankenhaus besuchsweise musste.

 

Wie oft hört und liest man, dass die Verhältnisse in den Krankenhäusern nicht so rosig seien. Die Ärzte sind kurz angebunden, immer im Stress, das Pflegepersonal, also die Schwestern und Pfleger häufig unfreundlich, ja sogar pampig. Wer geht schon freiwillig in ein Krankenhaus, aber ich habe bei meinen Besuchen in einer Klinik das absolute Gegenteil kennen gelernt. Man spürte schon am Empfang einen Hauch von Empathie und vor allem Hilfsbereitschaft. Ich weiß nicht, aus welcher Überzeugung heraus, diese Menschen hier an ihren Mitmenschen, den Patienten handeln. Man merkt, dass ein Interesse am Kranken da ist, den man zwar berufsmäßig pflegt, es aber nicht nur als Beruf auffasst.

Das sind die wahren Samariter unserer Zeit! DANKE sagt

Ihr Klaus Marheinecke

 

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