GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 13. März 2019


Bete und Arbeite

Klaus Marheinecke
Kath. Kirchengemeinde MARIÄ HIMMELFAHRT
E-Mail: KlausMarheinecke@Gmx.de

Jedem von uns wird dieses Wort schon einmal begegnet sein, jeder vielleicht es selbst benutzt haben. Mag sein, dass es manchem etwas altmodisch und verstaubt vorkommt. Wozu soll ich beten, wenn ich doch selber arbeiten muss? Arbeit ist nun einmal für alle Menschen notwendig - von den paar ganz Reichen mal abgesehen - um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Arbeit kann oder muss sogar Spaß machen, dann kann sie auch gut gelingen „Wenn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort.“ sagt Friedrich Schiller in seinem Lied von der Glocke. Das bedeutet nicht, man soll ordentlich tratschen bei der Arbeit, sondern sie guten Mutes verrichten. Das sagt sich so locker dahin, denn nicht jeder hat eine Arbeit, die ihn zufrieden und glücklich macht. Dennoch muss sie getan werden und sollte von Sinn erfüllt sein. Damit wären wir bei dem ersten Teil der Überschrift. B e t e ! Nicht dass Sie jetzt glauben : Beten allein genügt, dann wird´s schon klappen. Es gibt auch den Satz: „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!“

 

Ich glaube so hat der Hl. Benedikt, der Begründer des abendländischen Mönchtums es auch gemeint, als er diese Regel seinen Ordensbrüdern vorschrieb. Er hat auch angeordnet, dass ein Ausgleich zwischen Handarbeit und Gebet, zwischen Körper und Geist herzustellen sei. Er legte bestimmte Gebetszeiten fest. Er erkannte, dass das Nichtstun, das Verlassen auf Gott allein nicht zu Gott führen würde. Der Mensch muss also seinen Teil beitragen, dann wird auch Gott ihm beistehen.

Es gibt kein Gesetz und keine Vorschrift, dass alle Leute beten müssen. Aber wie oft sagen wir „Oh mein Gott!“ oder „Ach Du lieber Gott!“, ohne sich etwas dabei zu denken. Vielleicht ist das aber schon ein Stoßgebet gewesen, dass ich da eben ganz spontan und ohne nachzudenken losgelassen habe.

Einfach mal überlegen, meint

Ihr Klaus Marheinecke

 

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