GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 10. Juli 2019


Suche Frieden und jage ihm nach!

Bärbel Reimers-Schweda
Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt
Kirchenmusikerin
E-Mail: baerbel-reimers@web.de

Ein halbes Jahr ist es nun her, dass wir die Jahreslosung für 2019 aus Psalm 34,15 zugesprochen bekommen haben.

Den Frieden suchen, und ihm nachzujagen, bedeutet: Aktion. Frieden steht nicht einfach zur Verfügung, oft reicht es nicht einmal, ihn zu suchen, wir müssen ihm auch noch nachjagen.

Dies kann z. B. dadurch geschehen, indem wir in die Stille gehen. Da diese nicht einfach zu finden ist, ist es gut, dass es Orte gibt, die uns schweigen lassen, uns nach innen führen und gleichzeitig Gott suchen lassen.

Klöster stellen Räume dafür zur Verfügung, aber auch die Evangelische Kirche mit dem „Haus der Stille“ in Weitenhagen bei Greifswald.

Wie oft suchen wir Wegweisung für unser Leben; aber der Alltag, der Lärm, die Medien um uns herum, halten uns davon ab, herauszufinden, wer wir wirklich sind, was wir tun möchten und wie Gott zu uns sprechen will.

Haben wir doch Mut dazu, einmal wirklich still zu sein und den Frieden zu suchen. Wer weiß, was uns dabei begegnet? Vielleicht Ideen und Gedanken, mit denen wir niemals gerechnet hätten. Plötzlich wissen wir: das ist es, so kann es gehen!

 

Aber was ist dann, wenn wir wieder in unser gewohntes Umfeld zurückkehren?

Nun liegt es an uns, diese Eindrücke nicht nur zu bewahren, zu konservieren. Wir müssen ihnen nachjagen, damit sie sich manifestieren können.

Das bedeutet, wir haben etwas in der „unsichtbaren Welt“ gesehen und mit Gottes Hilfe setzen wir das im Tun in die „sichtbare Welt“ um.

So fordert uns Jakobus in seinem Brief (Kapitel 1, Vers 22) im Neuen Testament auf: „Seid aber Täter des Worts, und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“

Da Gottes Worte „Worte des Friedens“ über uns sind, dürfen wir zu „Tätern des Friedens“ werden!

 

Ihre Bärbel Reimers-Schweda

 

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