GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 06. Februar 2019


Ringetausch

Regina Wysocki, Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt,
Ekkehard Wysocki, Markuskirchengemeinde
Tel. Nr. 677 84 28
E-Mail: regina.wysocki@kirche-alt-rahlstedt.de

Am Wochenende waren wir auf der Hochzeit einer lieben Freundin. Beim Ringetausch zitierte die Pastorin: Die Liebe gleicht einem Ring und der Ring hat kein Ende. Was für eine schöne Metapher für das Unendliche. Der Ring soll die Liebenden miteinander verbinden. Er ist ein sichtbares Zeichen einer neuen Gemeinsamkeit, die auch keinen Anfang und kein Ende haben soll. Aber auch wenn Liebe kein Verfallsdatum hat, muss an ihr doch immer wieder gearbeitet werden, denn der reinen Form der Liebe steht der Alltag immer wieder entgegen. Dabei können Krisen, Egoismus und persönliche Schwächen die Liebe zerstören, sie aber auch wachsen lassen, aber nur, wenn beide Partner auch gewillt sind, an ihr zu arbeiten und sie zu erhalten. Liebe zu lernen ist ein lebenslanger Prozess, dessen Größe unermesslich ist. Was zählt und überlebt ist die Liebe, glauben wir als Christen. Aber Liebe ist nicht nur die Liebe zwischen zwei Menschen.

Man sagt, dass die Eskimos viele Worte für Schnee haben; in der griechischen Sprache aber gibt es drei Wörter, die wir im Deutschen mit Liebe übersetzen würden: „Eros“ – die begeisterte, leidenschaftliche, geschlechtliche Liebe, „Philia“, die freundschaftliche Liebe und „Agape“ – eine vom Wohlwollen geprägte Liebe, die Liebe zum Nächsten, die keine Gegenleistung erwartet.

 

Im 1. Johannes, 4,8 steht: Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht, denn Gott ist Liebe.

Es ist Gottes Liebe, die uns umgibt und uns am Leben hält. Sie befähigt uns, unseren Nächsten zu lieben und auch unseren Partner, Kinder, Verwandte. Sie ist das schönste Geschenk und die größte Gabe, die Gott uns verliehen hat.

1. Korinther 16, 14 sagt: „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen.“

Gottes Liebe begleitet uns, bei ihm sind wir willkommen und zuhause - ein tröstlicher Gedanke in einer Zeit, die gerade aus den Fugen zu geraten scheint

meinen Regina und Ekkehard Wysocki

 

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