GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 30. Oktober 2018


Weihnachten 2018

Klaus Eddicks
Mariä Himmelfahrt
Tel: 677 17 21

Es wäre verständlich, wenn sich so mancher Leser oder so manche Leserin bei dieser Überschrift Anfang November fragen würde, ob die Rubrik „Gott und die Welt“ die Handelsketten, die teilweise schon im Oktober Weihnachtsgebäck anboten, kopieren will. Und so mancher wird sich auch fragen, ob wir Christen Weihnachten als die Erinnerung an die Geburt von Jesus Christus in einem schäbigen Stall begreifen oder als eine „Verkaufsschlacht“, die nur dazu dient die Rendite zu erhöhen. Auf jeden Fall ist Weihnachten ein Fest für die Familie. Wenn sich mitunter die Familienmitglieder monatelang nicht sehen, aber an diesen Tagen eilen sie aus allen Richtungen herbei, um gemeinsam diese Stunden zu erleben. Sie speisen und reden, sie singen und erzählen und sind meist glücklich. Aber was ist mit den Einsamen und Alten, den Kranken und Obdachlosen, den Verzweifelten und Gescheiterten, die in unserer Leistungsgesellschaft nicht zurechtkommen?

 

Was ist mit denen, die von Armut geplagt sind? Kann ein gespendetes Paket mit Leckereien oder eine Weihnachtsfeier z.B. in der Fischauktionshalle eine behagliche, warme Wohnung, vor allem aber eine Familie ersetzen? Es sind wohl mehr denn je Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe gefragt. Im „Wegweiser“, S.89, dem Pallottiner–Kalender 2019, habe ich ein Gebet gefunden, das mich sehr beeindruckt hat. Es soll der Schlusspunkt sein und vielleicht fühlt sich einer von denen, die ich beschrieben habe, davon angesprochen: „Manchmal ist es nicht leicht, den Weg zu dir zu finden: Oft lähmen Worte, täuschen Gedanken, trügen Gefühle. Manchmal ist es nicht leicht, den Weg zu dir zu finden. Ich bitte dich, komm mir doch ein Stück weit entgegen.“ (Peter Friebe)

K. Eddicks

 

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