GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 12. September 2018


Der Sommer war sehr groß

Klaus Marheinecke
Kath. Kirchengemeinde MARIÄ HIMMELFAHRT
E-Mail: KlausMarheinecke@Gmx.de

Fängt gut an, werden Sie denken War ja auch so. Groß war er der Sommer. Früh fing er an – war sehr heiß – und dauerte sehr lange. Für viele fast zu lange oder zu heiß. Ich habe immer gewarnt: Leute, meckert nicht. Unser Wetter kommt bestimmt zurück und dann sind wir froh, diesen Sommer gehabt zu haben. Ich weiß nicht, ob Rainer Maria Rilke es so gemeint hat, als er diese Verse schrieb. : „Herr es ist Zeit! Der Sommer war groß. Lege deinen Schatten auf die Sonnenuhren und auf den Fluren lass die Winde wehen..“ Mag sein, dass er die Nase in diesem Jahr voll gehabt hätte und sich nach Schatten sehnte. Aber nicht alle Menschen fanden dieses Sommerwetter so schön. Ich denke mal an die, die draußen arbeiten mussten und sich nicht irgendwo im Schatten verdrücken konnten. Auch die Bauern haben erheblichen Schaden durch die große Dürre bei ihrer Ernte davon getragen.

 

Es wurde schon darüber gelästert. Aber sie sollen ja auch von der Regierung entschädigt werden. Man sagt ja immer: Alles, was mit Geld zu regeln ist, lässt sich ertragen. Dann wurde sogleich über den Klimawandel gesprochen, den die Menschen mit ihrer Unvernunft selbst verursacht haben sollen. Das will ich gar nicht bestreiten. Aber noch sind wir nicht in der Lage, das Wetter selbst zu bestimmen. Ist das nicht gut so? Was gäbe das für ein Chaos, wenn jeder sich sein Wetter bestellen könnte. Nicht auszudenken, welche neuen Kriege und Auseinandersetzungen dadurch entstünden. Noch schlimmer, welche grausamen Waffen hätte der Mensch in der Hand, indem er sein Nachbarland mit einem Tsunami überziehen könnte. Ich denke, das sollten wir also doch lieber dem Schöpfergott überlassen, der es mit den Menschen gut meint und für die richtige Abwechslung sorgt, meint

Ihr Klaus Marheinecke

 

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