GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 11. April 2018


Hartz IV und Armut

Klaus Eddicks
Mariä Himmelfahrt
Tel: 677 17 21

Selten ist über einen Satz in den Medien und in Politikerkreisen so viel geschrieben und gesprochen worden, wie über den Ausspruch des neuen Gesundheitsminister Jens Spahn, der sinngemäß gesagt hat, dass derjenige, der von Hartz IV lebt, nicht arm sei. Man könnte nun über den Begriff „arm“ streiten, denn Menschen in Bangladesch oder in Eritrea würden sich als reich bezeichnen, wenn sie von Hartz IV leben müssten. Aber wir leben nicht dort, sondern in Hamburg. Diese Tatsache ändert alles, denn wie mag z.B. einer allein erziehenden Mutter, die von Hartz IV leben muss, zumute sein, wenn sie die nicht allzu großen Wünsche ihrer Kinder nicht erfüllen kann? Wie meistert eine alte Witwe oder ein Witwer ihr oder sein Leben mit einer kargen Rente?

 

Was denken sie, wenn sie melancholisch aus ihrer winzigen Wohnung auf das meist pralle Leben auf der Straße schauen? Und was hat das alles mit „Gott und die Welt“ zu tun? Nun, in den letzten Monaten und Jahren wurde immer wieder argumentiert, dass unsere Gesellschaft „christlich – jüdisch“ geprägt sei. Für uns Christen sind also Nächstenliebe und Barmherzigkeit keine hohlen Begriffe. Wir bemühen uns sie zu praktizieren, so wie z.B. der Mitternachtsbus oder die zahlreichen Tafeln im ganzen Land es uns immer wieder vormachen. Vielleicht gilt das auch für die vielen Einsamen und die finanziell nicht so gut gestellten Familien.

Klaus Eddicks

 

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