GOTT UND DIE WELT

Veröffentlichung am 14. Juni 2017


Fronleichnam: Begegnung auf der Straße

Pfarrer Hans-Joachim Winkens SAC
Pfarrer der Katholischen Pfarrei
Seliger Johannes Prassek, Rahlstedt
Tel: 677 23 37
e-Mail: hwinkens@web.de

 

 

Die Katholiken gehen an Fronleichnam nach draußen, auf die Straße. Und zwar gehen wir dorthin, wo die Leute sind, wo sie leben und arbeiten, wo sie zur Schule gehen und ihre Freizeit verbringen. Jesus kommt zu uns Menschen. Er sieht uns, wie und wo wir leben. Das ist der eigentliche Sinn des Fronleichnamstages.

Gott schenkt uns seine Gegenwart. Er will mitten unter den Menschen sein. Er ist ihnen ganz nahe, leibhaft und persönlich. Es ist ein Fest der Gottesbegegnung. Ganz niederschwellig kommt Gott zu uns. Gott sei Dank, dass wir dieses Fest haben. Leider ist es nur noch für die südlichen Bundesländer ein staatlicher Feiertag. Da fühlen wir uns im Norden im Vergleich zu ganz Deutschland etwas benachteiligt Deshalb machen wir in unserer Pfarrei die große Prozession auch am Sonntag nach dem eigentlichen Fest.

In diesem Jahr ist der Gottesdienst mit anschließender Prozession und anschließendem Pfarrfest in der Hl. Geist Gemeinde am Sonntag, dem 18. Juni 2017 ab 10.15 Uhr in Farmsen neben der U-Bahn.

 

Dennoch wirft das Fronleichnamsfest auch eine ökumenische Fragestellung auf. Für mache Christen ist das ein Problem. Wie kann man Gott anbeten, in einem Stückchen Brot, das Gottes wahrer Leib sei, so fragen sie.

Beim Abendmahl sind wir Christen uns da schon ganz nahe. Im Brotbrechen, wie es in der Bibel beschrieben ist, hat Gott uns seine Gegenwart geschenkt. Tut es zu meinem Gedächtnis, sagt Jesus. Zeichenhaft und symbolisch sei das gemeint, sagen die einen. Wahrhaftig und bleibend sei die Gegenwart Jesu, sagen die anderen Christen. Deshalb bringt man das heilige Brot auch zu den Kranken und Alten, die nicht am Gottesdienst in der Kirche teilnehmen können.

Lasst uns dabei Weite behalten und uns immer wieder auf die Begegnung mit unserem Gott freuen. Dafür dürfen wir danken und darauf kommt es an meint Ihr Pfarrer

P. Hans-Joachim Winkens SAC

 

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